Der dritte Spieltag der Bezirksliga brachte dem TuS Badenweiler ein Auswärtsspiel in Bad Säckingen. Dort trat man gegen den heimischen TV Bad Säckingen II, immerhin schon seit Jahren in dieser Klasse vertreten, und den letztjährigen Ligavierten TV Staufen an. Im ersten Spiel war Bad Säckingen II der Gegner, eine Mannschaft, die man nicht klar einschätzen konnte, da sie noch kein Spiel bisher gewinnen konnte und in vier Spielen nur 2 Sätze gewonnen hatte. Konzentriert ging man ohne Hauptangreifer Peter, der verletzungsbedingt passen musste, ans Werk.
Man war auch recht bald davon geeilt und führte mit gutem Abstand. Die Abwehr stand solide, kam aber doch etwas ungenau zu Steller Jarek, so dass es mitunter schwer war, alle Angreifer einzusetzen. Schnelles Spiel wurde versucht, ging ab und zu baden, besonders Seb konnte seinen Wumms einfach nicht finden. Man konnte gegen kämpfende Bad Säckinger, die wohl nicht die erste sechs auf dem Feld hatten, aber leicht bestehen und den einmal gewonnenen Abstand gut halten. Der erste Satz ging zwar etwas harzig, letztlich aber sicher mit 25:21 an Badenweiler. Dass es sich aber eben nicht um ein Trainingsspiel handelt sondern hier echter Ligaalltag herrscht zeigte sich dann im zweiten Satz. Bad Säckingen konnte nun den Spieß umdrehen und seinerseits davon ziehen. Nicht zuletzt weil auch die erste sechs nun auf dem Feld stand. Auch war Badenweiler zu leichtsinnig in der Chancenauswertung. Was im ersten Satz noch gut gereicht hatte wurde nun teilweise bestraft, oft auch durch eigenes Unaufmerksam sein verspielt. Mit Auszeiten musste Spielertrainer Rainer Frey seine Mannen aufrütteln und man riss sich auch am Riemen, obwohl Säckingen bereits mit 5 Punkten davon war. Aber beim 20:20 war alles wieder ausgeglichen. Und nun zeigten sich die Routine und das eingespielte Team. Ein Punkt wurde noch zugelassen und fünf wurden gemacht bzw. erzwungen. Der Satz ging mit 25:21 wie der erste an Badenweiler. Unerklärlich dann die erneute Schwäche im dritten Satz. Klaus mit gewohnt schweizer Uhrwerktechnik und Harald mit sicherer Liberoarbeit, Patrick im Einsatz mit dem Ziel, Erfahrungen zu sammeln. Er hat auch ein paar schöne Blocks gemacht, aber auch noch lernen müssen. Wie wir alle, denn nur vom Zusehen macht man keine Punkte. Als Steller fungierte nun Heinz, der nach einer Verletzungspause erstmals wieder dabei war. Das merkte man auch an den Ballverteilungen und Laufwegen, die nicht 100 % passen konnten. Wieder war es notwendig es spannend zu machen. So sind wir halt. Aber konnte wirklich jemand ein zweites Merzhausen wollen? Nicht wirklich. Und so strengte man sich an, musste aber starke Säckinger erst in die Knie zwingen. Eigentlich hätten die sich einen Satz verdient, aber wieder war es dem taktisch klugen Wechselverhalten von Rainer und dem starken Teamauftritt Badenweilers zu verdanken, dass auch dieser Satz mit 25:22 gewonnen wurde. Der zweite 3:0 Sieg der Saison war unter Dach und Fach und damit das Spieltagsminimalziel erreicht.
Nun war erstmal Pause, weil Säckingen gegen Staufen antrat. Die stark ersatzgeschwächten Staufener mussten enorm Federn lassen und verloren „fast“ sang- und klanglos nach kurz auflodernder Gegenwehr im zweiten und dritten Satz schnell mit 0:3. Aber deswegen das nächste Spiel von uns gegen Staufen auf die leichte Schulter zu nehmen, davor warnte Rainer eindringlich vor Spielbeginn.
Entsprechend erneut konzentriert ging man zu Werke. Wieder mit Heinz als Steller, was nun besser lief und doch rund war, zog man schnell mit 6-7 Punkten davon. Doch auch hier wieder der Badenweiler Durchhänger, wie immer, muss man schon sagen. Staufen wurde durch eigenes Unvermögen und eigene Fehler stark gemacht und kam drastisch auf. Sogar der Ausgleich war nahe und Badenweiler konnte gerade noch rechtzeitig eine Schippe drauf werfen, um den Satz letztlich sicher mit 25:19 nach Hause zu bringen. Im zweiten Satz sollte es aber erst richtig schwer werden gegen gerademal 7 Staufener Spieler, wovon drei ganz neu mitspielten. Staufen ging in Front und gab diese Führung auch nicht ab. Immer zwei drei Punkte voraus, manchmal sogar 5 Punkte voraus. Und eigentlich wegen unerklärlicher Angriffsschwäche und schlechten Annahmen. Unnötig ist das Zauberwort dazu. Selbstsicher und routiniert konnte man aber sein und das wusste man auch. Man riss sich zusammen und kam Punkt um Punkt auf. Beim 19:21 wechselte Rainer Jarek für Heinz und Georg für Patrick ein. Zwei geniale Punkte zum Ausgleich folgten und danach war Staufens Kampfgeist gebrochen. Badenweiler setzte zum Satzgewinn an und zog es auch durch. Mit echt knappen 25:22 wurde dieser Satz heimgeholt. Im dritten dann aber, mit Jarek als Steller, erst mal wieder das gleiche Spiel. Unkonzentriertheit in der Annahme und latente Angriffsprobleme. Der Punkt wurde einfach nicht gemacht. Wie Gummi schien Staufen jeden Ball abwehren zu können. Aber dieses Feuer loderte nur kurz und dann kam Seb mit (endlich) seinem Wumms. Wie eine Befreiung ging der Punkt schier von Hand zu Boden zu Decke (und die Decke in Säckingen ist weit oben). Jetzt waren wir uns sicher. Nichts kann mehr passieren, wir haben sie. Und tatsächlich, von einer kleinen Badenweilertypischen Schwäche zwischen dem 18:12 und dem 19:17 abgesehen waren wir ungefährdet und machten ruhig und sicher unsere Punkte. Das der letzte Punkt für uns ein Staufener Fehler im Angriff war (Fischfang im Angriff) ist für diesen Spieltag sehr bezeichnend. Stärkere Gegner hätten uns wohl ausspielen und besiegen können. Säckingen und Staufen waren dazu rein personell nicht wirklich in der Lage. Aber wir sind auch eher stark, wenn wir gefordert sind. Es wäre gut, unsere Stärke und vor allem die Spielfreude auch in Spielen gegen eher schwächere Gegner zu zeigen. Es ist einfach für alle schöner.
Schön ist auch, dass wir den nächsten Spieltag zu Hause in Oberweiler haben. Tabellendritter sind wir nun und unsere Gegner heißen dann Müllheim und Hartheim. Beides schwere Brocken, also genug Ansporn für uns. Georg meint, wir sollten langsam über den Aufstieg nachdenken. Dann mal Vollgas und Wumms.
(Harald Gritzner)




