Volleyball - Erste Siege in der 1. Bezirksliga

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Gelungener Auftakt für den TuS Badenweiler

Nun war es wieder soweit. Nach dem erfolgreichen Relegationsturnier, das Badenweiler als Erster abschließen und damit den Aufstieg in die Bezirksliga Süd besiegeln konnte, fand der erste Spieltag der neuen Saison statt. In Todtnau traten die Spieler des TuS Badenweiler gegen die Mannschaften aus Todtnau und die 2. Mannschaft aus Müllheim an. Soviel vorne weg, es sollten zwei 3:0-Spiele werden.

 Im ersten Spiel gegen Todtnau musste sich die Mannschaft erst richtig finden. Fehlte doch mit Spielertrainer Rainer Frey eine zentrale Figur urlaubsbedingt (Mensch Rainer) und auch sonst waren nicht alle Spieler da. Georg als Mannschaftskapitän, Sebastien, Klaus, Peter und Jarek und Christian als Stamm der Mannschaft und als Mädchen für den Notfall und auf der Trainerbank Harald (diesmal nicht Libero). Todtnau war die erwartete Gummiwand, will heißen, um einen Punkt zu machen musste man schon zwei bis drei Angriffe durchbringen. Schnell lag man zunächst hinten. 6:10hieß es. Aber durch wuchtige Angriffsschläge von Peter und sehenswerte Abwehraktionen des gesamten Teams wurde schließlich Todtnau der Schneid abgekauft. Über 13:12 ging man mit 19:17 in Führung. Man hatte die Sache vermeintlich im Griff. Da gab es einen kurzen Einbruch und Todtnau konnte drei Punkte in Folge erzielen. Aber Badenweiler kämpfte sich wieder ins Spiel und zog unwiderstehlich davon. Kaum Fehler in den eigenen Reihen waren der Schlüssel zum Erfolg. Ein solider Angriff setzte den Schlusspunkt unter diesen ersten Satz der Saison. 25:22 für uns.

Der zweite Satz begann wieder mit einem Punktepolster für Todtnau. Auf 6:3 lies man den Gegner davon ziehen um schließlich den gesamten Satz einem kleinen Rückstand hinterher zu laufen. 6:7, 13:14, 17:19 waren die Zwischenstände. Immer wenn man dran war verlor man den nächsten Punkt. Block und Angriffsschläge funktionierten nicht reibungslos. Peter feuerte einige Dinger statt wie im ersten Satz auf den Boden des Feldes an die sehr dichte Hallenwand. Jarek spielte aber sehr variabel und setzte seine gesamte Auswahl an Topangreifern ein. Ob Christian in der Mitte, Seb von Diagonal oder Klaus von Außen. Die Mannschaft hing nicht einmal durch. Geschickt gewählte Auszeiten unterbrachen den Spielfluß der Todtnauer und beim 19:19 war man dran. Punkt um Punkt zog Badenweiler durch. Todtnau biss dagegen und schließlich stand es 23:23. Unser Lieblingsgegner (wir haben auch in der Relegation ein hartes Spiel gewonnen) war dran, unser Angriff saß aber. Den Satzball vergeigte dann der Gegner nach einer guten Angabe. In der engen Halle war für die Angaben kaum Platz, so dass die Angaben nicht sehr flattern konnten. Dennoch war es unser Punkt und der Sieg im zweiten Satz mit 25:23.

Für den dritten Satz nahmen wir uns vor, keine solche Zitterpartie mehr zu spielen. Das ist nichts für die Nerven der älteren Mitspieler auf der Bank ;-). Aber wieder passierte es. Kein guter Anfang von uns und der Gegner zieht auf 3:6 davon. Doch die Mannschaft ist gefestigt und hält dagegen. Wunderschöner Aufsteiger von Christian. Einige sehenswerte Flugeinlagen in der Abwehr und von Seb einfach mal den Arm beim Bagger hingehalten zur Abwehr, sehenswert. Die Punkte laufen nun nicht mehr so sehr über Peter, weil der Gegner das geschmeckt hat. Seb in der Diagonale macht viele Punkte, auch Georg in der Mitte kann glänzen und letztlich wird der Gegner durch eigene gute Abwehrleistungen so unter Druck gesetzt, dass dort viele Eigenfehler passieren. Spätestens beim 19:14 für uns lässt sich dann Todtnau wirklich hängen. Sie kommen nochmal kurz auf, können aber dem soliden Badenweiler Spiel nicht wirklich etwas Nennenswertes entgegenhalten. Badenweiler gewinnt mit 25:20 auch diesen Satz und verlässt als 3:0 Sieger das erste Saisonspiel. Das hatten wir noch nie.

Als nächstes stand der schwere Gegner aus Müllheim vor uns. Gegen Müllheim haben wir in der Vorsaison zweimal verloren und dabei nicht wirklich den Sieg vor Augen gehabt. Nun fehlten uns wichtige Stammkräfte und die Wechselmöglichkeit mit Libero. Würde sich das negativ auswirken? Nach dem Spiel gegen Todtnau fragte ein Müllheimer Spieler etwas überrascht, ob wir trainiert hätten, was ich als Lob werte. Und wir sind auch gut drauf, denn unser Spielsystem ist sehr gut und inzwischen routiniert. Jeder weiß, wo er stehen muss und welchen Ball er nimmt. Kaum Missverständnisse, das große Plus gegen Todtnau. Gegen Müllheim legten wir hochkonzentriert los. Schnell wurde klar, wir hatten eine Chance. Müllheim mit unverändertem Team zum letzten Spiel stand oft ohne Abwehrmöglichkeit da. Ein ums andere Mal konnte Klaus eine seiner schweizer Granaten auspacken. Schnell zogen wir auf 11:8 davon. Aber gegen eine so gute Mannschaft wie Müllheim2 bedeutet das nichts. Mit einer Auszeit neu motiviert kamen sie zurück und plötzlich war der Spielfluss bei Badenweiler abgeschnitten. Nichts gelang mehr. Viele Missverständnisse bei der Abwehrarbeit. Reihenweise Blockfehler und fehlende Blocksicherung erleichterten Müllheim 2 die Arbeit. Über 12:12 und 12:16 zog Müllheim davon auf 13:20. Symptomatisch der letzte Punkt, ein fehlender Block gegen einen Angriff Müllheims. Der Satz war mit 25:15 verloren. Müllheims Spieler hatten sich geradezu in einen Rausch gespielt. Der Müllheimer Steller zirkelte ein ums andere Mal seine Angreifer aus drei Linien heraus um den Badenweiler Block herum. Aufsteiger, Diagonale und Außenangriff, alles funktionierte. Ja Leute, so werden Gegner stark.

Im zweiten Satz war der Anfang wieder besser. Badenweiler konnte bis zum 7:8 gut und problemlos mithalten. Dann wieder eine Phase, ich nenne es mal Hühnerhaufen. Bälle fallen vor die Füße. Peter und Klaus retten einen Ball aus sehr schwieriger Lage zurück ins Feld, der Ball muss nur noch rüber zum Gegner und fällt bei uns vor die Füße. Unfassbar und kein Wunder, dass Müllheim wieder davon zieht auf 15:9. Auch macht Müllheim ganz wenig Fehler, was letztlich auch dem fehlenden Badenweiler Druck zuzurechnen ist. Viele Angriffe werden sauber vom Gegner runter geblockt. Auch haben wir mit Seb und Jarek zwei Spieler mit leichten Blessuren und das sehr konzentrierte Spiel gegen Todtnau zeigt Wirkung. Die eigene Aufmerksamkeit lässt rapide nach. In einer Auszeit beschließen wir, wir wollen noch Spaß haben und schöne Punkte machen und das gelingt uns auch sehr reichhaltig. Wir halten dagegen und bringen Müllheim etwas mehr unter Druck. Der Satz geht mit 16:25 verloren.

Auch der dritte Satz soll eine klare Sache für Müllheim werden. Aber wir wollen mit Spaß dran gehen. Müllheim zieht schnell davon auf 12:8. Dass wir aber Spaß an der Sache haben zeigt sich schnell, denn auch wir sind eine klasse Mannschaft und gehen nicht sofort unter. Seb muss gegen Harald gewechselt werden, weil sein Knie nicht mehr mitmacht. Einige Bilderbuchangriffe später heißt es nur noch 13:14 und Müllheim wird nervös. Auszeit. Wir bleiben aber dran und klatschen die Auszeit einfach durch. 17:18, wir sind immer noch dran und können beinahe in Führung gehen. Aber jetzt merkt man tatsächlich die Schwäche der Konzentration und der Fitness. Seb wird wieder zurück gewechselt und macht noch zwei sehr schöne Punkte über Diagonale. Am Schluss steht es für Müllheim verdient 25:18 und 3:0 nach Sätzen. Wie sehr sich die Müllheimer freuen zeigen sie mit ihrem Siegestanz, der gegen Todntau ausgeblieben war. Und das soll uns zeigen, dass Müllheim sehr sehr froh war, uns bezwungen zu haben.

Beide Spiele lassen für die Saison sehr positiv blicken. Unser Spielsystem ist gut verinnerlicht und funktioniert. Mit Peter haben wir eine super Verstärkung bekommen und wenn Christian regelmäßig kann und Rainer nicht ständig im Urlaub rum hängt, Heinz als weiterer Steller zur Verfügung steht, dann wehe euch in Müllheim, dann schaffen wir es das nächste Mal.

 

(Harald Gritzner)

Februar 2012
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